Termine im Herbst

Im Herbst stehen zwei interessante Konferenzen an, auf denen ich Vorträge zu zwei meiner Forschungsschwerpunkte halten werde.

1Der erste ist der 6. Münstersche Bildungskongress mit dem Titel Begabungsförderung, Leistungsentwicklung, Bildungsgerechtigkeit für alle im Internationalen Zentrum für Begabungsforschung in Münster vom 19.-22. September 2018.

Für meinen Vortrag habe ich ein eher ungewöhnliches, wenn nicht marginalisiertes Thema gewählt: „„Fremdsprachlicher Literaturunterricht, Begabung und Bildungsgerechtigkeit“ (Freitag, 21. September 2018, 10.30-11.30 Uhr). Die diesem Vortrag zugrundeliegende Hypothese ist, dass die ‚pragmatische Wende’ im Fremdsprachenunterricht und insbesondere in den Curricula für die Sekundarstufe I der Literatur eine eher marginale Rolle zuweist.

In meinem Vortrag werde ich auf einen oft übersehenen Effekt einer solchen eindimensionalen, pragmatischen Konzeption des Sprachenlernens eingehen: Wenn die Literatur der Sekundarstufe II vorbehalten bleibt, wird den Schülern der Sekundarstufe I der Zugang zur Literatur und zur literarästhetischen Dimension fremdsprachiger Kulturen gänzlich verwehrt. Dies wirkt sich sogar auf die Art der Sprache aus, die sie lernen: Sie beschränkt sich auf mehr oder weniger auf triviale Alltagssituationen und den Alltagsgebrauch. Im Zusammenspiel mit den Auswirkungen der sozialen Auslese in weiterführenden Schulen, die Schüler und Schülerinnen aus höheren sozialen Schichten privilegiert, muss die literarische Bildung in der Sekundarstufe I Teil der Bemühungen sein, die Bildungsgerechtigkeit für alle zu verbessern.

2Der zweite Vortrag ist ein Beitrag zu einer internationalen literatur- und kulturwissenschaftlichen Konferenz im November im International Graduate Centre for the Study of Culture in Gießen: Forms at Work (Gießen, 19.-21. November 2018).

Die Konferenz befasst sich mit der Wiederentdeckung der Form in den Geisteswissenschaften. In meinem Vortrag „The Cultural Work of Genres“ werde ich die in der Sydney School of Systemic Functional Linguistics und in Social Semiotics entwickelte Genre-Theorie in den Kontext kulturwissenschaftlicher Forschung stellen.

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Copyright © 2018 Wolfgang Hallet